Duschrückwand auf Fliesen kleben

Sitzen die Fliesen fest, kleben Sie die Duschrückwand direkt darauf – ohne Stemmen, Staub und Schutt.

Kleber, Silikon, Reiniger und Werkzeug kaufen Sie separat.

Fliesen prüfen

Vorstehende Kanten und ausgebrochene Fugen spachteln Sie vorher glatt. Klingen viele Fliesen hohl, ist die Wand feucht oder sitzt Schimmel hinter den Fugen, hilft keine neue Schicht davor: Dann muss zuerst die Ursache behoben werden, am besten von einem Fachbetrieb.

Fliesen reinigen

Lassen Sie störende Armaturen von einem Installateur abbauen. Entfernen Sie alte Silikonreste und Kalk. Waschen Sie die Fliesen mit einem fettlösenden Reiniger. Wischen Sie mit klarem Wasser nach und lassen Sie alles trocknen. Schützen Sie die Duschwanne mit einer Abdeckung.

Platten ohne Kleber anhalten

Prüfen Sie die Platten auf Schäden und halten Sie jede Platte zunächst ohne Kleber an ihren Platz. Stimmen Maße, Öffnungen und Motivübergänge? Bei Eckduschen halten Sie beide Platten zusammen an.

Schieben Sie zwei Kunststoffkeile unter die untere Plattenkante. Die Platte steht auf den Keilen, damit die beim Aufmaß eingeplante Fuge zur Duschwanne frei bleibt. Lassen Sie auch seitlich die eingeplanten Fugen frei und markieren Sie die Position mit Malerkrepp.

Kleber auftragen

Nehmen Sie wasserbeständigen Hybrid-Montagekleber mit hoher Anfangshaftung. Auf der Kartusche kann auch MS-Polymer-Montagekleber stehen.

Legen Sie die Platte mit der Vorderseite auf eine weiche, saubere Unterlage. Reinigen Sie die Rückseite und lassen Sie sie trocknen. Die Klebefläche muss staubfrei und fettfrei sein.

Tragen Sie den Kleber in senkrechten, unterbrochenen Streifen auf. Lassen Sie zwischen den Streifen Platz und halten Sie Ränder und Öffnungen frei, damit kein Kleber in die späteren Silikonfugen drückt.

Wandaufbau einer Dusche mit Rückwand Schnitt von der Wand zum Raum: Wand, Abdichtung, Fliesen, die bleiben können, Kleber und Rückwand. Unten schließt eine Silikonfuge die Rückwand zur Duschwanne ab. Duschwanne Wand Abdichtung Fliesen (können bleiben) Kleber Rückwand Silikonfuge

Ansetzen und ausrichten

Setzen Sie die Platte direkt nach dem Kleberauftrag zu zweit auf die Keile. Richten Sie sie an den Markierungen und mit der Wasserwaage aus. Drücken Sie die Fläche gleichmäßig an und prüfen Sie Fugen und Motivübergänge. Die Keile bleiben während des Aushärtens unter der Platte.

Fugen abdichten

Lassen Sie den Kleber vollständig aushärten. Die benötigte Wartezeit steht auf der Kartusche. Ziehen Sie danach die Keile nach vorne heraus.

Füllen Sie die freie Fuge zwischen Platte und Duschwanne lückenlos mit neutralvernetzendem Sanitärsilikon und glätten Sie es mit dem Fugenglätter. Dichten Sie ebenso seitliche Ränder, Plattenstöße und die Oberkante ab.

Dichten Sie auch die Öffnungen rings um die Anschlüsse ab; eine Rosette allein dichtet nicht. Lassen Sie die Armaturen anschließend vom Installateur montieren.

Fugenplan einer Duschrückwand Duschecke mit zwei Wänden: links zwei Platten mit Plattenstoß, rechts eine Platte mit Armatur. Silikonfugen liegen am Wannenrand, in der Ecke, am Plattenstoß und rund um die Armatur. Plattenstoß Eckfuge Armatur Wannenfuge Silikonfuge

Vor dem ersten Duschen warten

Duschen Sie erst wieder, wenn Kleber und Silikon ausgehärtet sind. Wie lange das dauert, steht auf der Verpackung. Prüfen Sie die Fugen vorher auf Lücken.

Fragen zur Montage auf Fliesen

Sieht man die Fliesen später noch?

Nein. Die Platte deckt die Fliesen vollständig ab. Sichtbar bleiben nur die Silikonfugen an den Rändern.

Kann ich Duschstange, Ablagen oder Haltegriffe anbringen?

Ja. Sie werden durch die Platte hindurch in der Wand dahinter befestigt; dichten Sie jedes Bohrloch mit Silikon ab. Haltegriffe sollte ein Fachbetrieb montieren.

Brauche ich Abschlussprofile?

Nicht unbedingt. Sinnvoll sind sie an Kanten, die frei enden. Planen Sie ihre Maße dann schon bei der Bestellung ein.

Lässt sich eine geklebte Rückwand rückstandsfrei entfernen?

Nicht zuverlässig. Kleberreste können bleiben oder Fliesen beschädigt werden. In einer Mietwohnung fragen Sie deshalb vorher Ihren Vermieter.